Katzenfutter mit hohem Fleischanteil

Aufgrund des speziellen Stoffwechsels der Stubentiger sollte Alleinfutter für Katzen – egal ob Katzentrockenfutter oder Katzennassfutter – viel Fleisch enthalten.

Wer sich ein Katzenfutter mit hohem Fleischanteil für seine Samtpfote wünscht, der ist bei Happy Cat richtig. Je nach Rezeptur enthält das Futter einen Fleischanteil (definiert als Anteil des tierisches Proteins am Gesamtprotein) von 76 % bis 87 %.

Aber was bedeutet Fleisch?

Die meisten Menschen stellen sich unter gutem Fleisch reines Muskelfleisch vor und hätten daher gerne besonders viel davon im Futter ihres Lieblings. Das ist verständlich. Genau genommen ist Fleisch aber alles, was vom Schlacht- beziehungsweise Beutetier verwertet werden kann. Fleisch ist also viel mehr als nur ein gutes Steak.

Muskelfleisch alleine reicht nicht

Muskelfleisch liefert zwar viel Eiweiß und etliche wichtige Nährstoffe – beispielsweise B-Vitamine, Phosphor und Eisen etc. Dafür enthält es jedoch bei Weitem nicht alles, was die Katze dringend braucht. Somit ist eine reine Fütterung von Muskelfleisch nicht bedarfsgerecht. Logisch: Ein typisches Beutetier liefert dem Räuber auch viel weniger Muskelfleisch, als uns bewusst ist. Der Muskelfleischanteil einer Maus beträgt durchschnittlich lediglich 20 %. Beim Kaninchen sind es ca. 30 %. Der Fleischanteil dieser Tiere würde also – sofern man darunter die reine Muskelfleischmenge versteht – bei lediglich 20 % bis 30 % liegen.

Katzen verwerten ihre Beute komplett

Wer seinen Blick auf die Nahrungsbeschaffung in der freien Natur richtet, dem fällt auf, dass Räuber wie die Katze ihr Beutetier in aller Regel komplett verwerten. Das ist aus ökologischer und ethischer Sicht perfekt. Verschwendung wird vermieden und doch ist eine sichere Versorgung des Räubers mit allen Nährstoffen gewährleistet. Bei einer einseitigen Ernährung mit reinem Muskelfleisch würden diese fehlen.

Knorpel, Knochen, innere Organe, Magendarminhalt, Haut und Fell liefern beispielsweise lebenswichtige Mineralien wie Calcium sowie Spurenelemente, Vitamine, Ballaststoffe und Kohlenhydrate.

Was genau ist der Fleischanteil im Katzenfutter mit viel Fleisch?

Leider gibt es keine einheitliche Auslegung des Begriffs Fleisch. Auch die Art der Berechnung des Fleischanteils im Katzenfutter ist nicht einheitlich definiert. Das führt zu vielen unterschiedlichen Berechnungsmethoden und dazu, dass die Angaben der Hersteller nicht verglichen werden können. Der Fleischanteil ist als Kriterium für die Qualität von Katzentrockenfutter oder Katzennassfutter daher genau genommen ungeeignet.

Tierisches versus pflanzliches Eiweiß

Eine direkte und neutrale Vergleichbarkeit zweier Katzenfutter mit viel Fleisch besteht nur dann, wenn beide Hersteller den Fleischanteil als tierisches Protein am Gesamtprotein definieren. Das Gesamtprotein oder Rohprotein wird mit der „Weender Analyse“ ermittelt. Darunter versteht man das in einem Futtermittel insgesamt enthaltene Eiweiß – egal aus welcher Rohstoffquelle es stammt.

Dazu gehört neben dem tierischen Eiweiß auch das von Pflanzen stammende Eiweiß. Je nach Sorte liefern Getreide und andere Kohlenhydratquellen neben Ballaststoffen und Kohlenhydraten auch einen natürlichen Eiweißgehalt zwischen 8 und 14 %. Pflanzeneiweiß kann den Rezepturen jedoch auch in hochkonzentrierter Form als „pflanzliches Eiweißextrakt“ bzw. „Proteinisolat“ zugegeben werden.

Ein Fleischanteil von 75% im Katzenfutter bedeutet also, dass der größte Anteil des Eiweißes dieser Rezeptur – nämlich drei Viertel davon - vom Schlachttier stammen und nur ein Viertel (25 %) Pflanzeneiweiß enthalten ist.

Wenn die Katze jagen geht: Die Maus als Rund-um-sorglos-Paket

Die Maus liefert der Katze also ein Rund-um-sorglos- Paket an allen wichtigen Nährstoffen in den passenden Mengen: Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Für die Katze ist Fleisch also alles, was wichtige Nährstoffe liefert. Eben auch die Organe (inkl. Verdauungsapparat – außer der bitteren Galle), Haut und Fell, Knorpel und Knochen. Nur 20 % einer Maus bestehen aus reiner Muskulatur, also Muskelfleisch.

Ein schlechter Geruch der Beute kann dazu führen, dass die Katze sie verweigert: Spitzmäuse werden zwar gejagt, aber meist nicht gefressen. Im Gegensatz zur üblichen Beute sind sie keine Nagetiere und Pflanzenfresser, sondern Insektenfresser. Zur Markierung ihres Revieres besitzen übelriechende Moschusdrüsen.

Katzenfutter mit viel Fleisch – viele Hersteller versprechen mehr als sie halten können

Um das Thema einmal zu veranschaulichen, haben wir ein kleines Beispiel für Sie zusammengestellt. Nehmen wir an, ein Hersteller verkauft ein Katzentrockenfutter mit 70 % Fleischanteil. Das klingt auf den ersten Blick natürlich super. Jetzt betrachten wir uns aber einmal die Deklaration auf der Verpackung genauer (diese Angaben ins gesetzlich vorgeschrieben und müssen auf jeder Trocken- oder Nassfutter angegeben sein): Zusammensetzung (nach abfallenden Gewichtseinheiten):

Lamm 51% (davon Lammfleisch 28 %*, getrocknetes Lammfleisch 16 %**, Lammfett 8 %***), ganze grüne Erbsen, frischer Hecht (8 %)*, getrockneter Hering (7 %)**, frische Enteninnereien (4 %)*, Kartoffel, Kräuter… * frisch, ** getrocknet, ***Fett ≠ Fleisch

Zählt man alle Zahlenangaben zusammen, kommt man tatsächlich auf die angegebenen 70 %. ABER: Nur 40 % der Zutaten sind frisch, also mit einem * versehen. Nämlich Lammfleisch, Hecht und Enteninnereien (28 + 8 + 4). Durch den natürlichen Wassergehalt des Frischfleisches wiegt dieses aber deutlich mehr als die getrockneten Zutaten. Würde man diese Zutaten ebenfalls alle trocknen, würde ihr Anteil auf nur noch 13 % schrumpfen.

Reines Fett zählt nicht zum Fleischanteil

Reines Fett (Lammfett 8 %) wird – ähnlich wie selbst gemachtes Schweineschmalz gewonnen – indem man Bauchfleisch und andere fetthaltige Gewebe des Schlachttieres erhitzt und das abfließende Fett separat auffängt – es ist also schon verarbeitet. Daher kann es dem Fleischanteil nicht zugerechnet werden.

So bleibt von den angegebenen 70 % Fleischanteil in der Rezeptur bei kritischer Betrachtung also nur noch gut die Hälfte übrig:

23 % (getrocknete Zutaten) + 13 % (auf den Wassergehalt von getrockneten Zutaten umgerechnete frische Zutaten) = 36 %

Katzen Trockenfutter mit hohem Fleischanteil – wie sieht es bei Happy Cat aus?

Bei Happy Cat verwenden wir ausschließlich getrocknete Zutaten. Auf den ersten Blick wirkt der Fleischanteil also niedriger, als er in Wirklichkeit ist.

Wenn wir einen Blick auf die Angaben anderer Katzenfuttermittelhersteller werfen, wird klar, warum es wichtig ist nur vergleichbare Angaben heranzuziehen und warum eine direkte Vergleichbarkeit schwierig ist: Neben der Verwendung von frischem und getrocknetem Fleisch, sind oft auch fehlende Prozentangaben oder uneinheitliche Auslegungen von Begriffen ein Problem.

Gruppen- versus Einzeldeklaration

Bei der Gruppendeklaration werden die im Futter verwendeten Zutaten zu einer Rohstoffgruppe zusammengefasst:

  • "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" sowie
  • „Getreide und pflanzliche Nebenerzeugnisse.

Zur ersten Gruppe gehören alle Zutaten, die vom Tier stammen, zur zweiten Gruppe alle pflanzlichen Zutaten.

Mengenangabe in Klammern

Nicht selten ist dahinter eine bestimmte Zutat in Klammern mit einer Prozentangabe aufgeführt. Diese Prozentangabe bezieht sich dann auf den genauen Anteil dieser Zutat innerhalb der jeweiligen Gruppe wie „Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen“.

Die Angabe "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (20 % Geflügel)" bedeutet also, dass der Geflügelanteil im Posten "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" bei 20 % liegt. Unklar bleibt hingegen, von welchen Tieren die anderen die restlichen 80 % stammen. Das eröffnet dem Hersteller natürlich Spielraum bei der Wahl der sonstigen verwendeten tierischen Eiweißquellen. Beim Getreide ist es ganz genauso. Getreide und pflanzliche Nebenerzeugnisse (Reis 4 %) besagt, dass in der Gruppe der pflanzlichen Zutaten lediglich 4 % Reis enthalten sind.

Die Einzeldeklaration - alles ganz genau

Die Einzeldeklaration hingegen, schlüsselt - wie der Name vermuten lässt - die verwendeten Futterbestandteile einzeln auf. Wie bei einem Kochrezept werden alle Zutaten der Rezeptur genau aufgelistet.

Statt der Gruppe "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" werden alle tierischen Eiweißquellen einzeln genannt. Bei einer Einzeldeklaration ist genau ersichtlich, was alles im Futter ist. Sie ist damit sehr viel genauer als die Gruppendeklaration.

Vorteile der Einzeldeklaration

Gerade bei sensiblen Tieren ist das ein großer Pluspunkt und bietet die Sicherheit, dass sich Zutaten innerhalb der Rezeptur nicht einfach unbemerkt verändern. Der Vorteil für Sie? Sie wissen exakt was in Ihrem Futter ist und der Hersteller muss sich an die gemachten Angaben halten. Wir von Happy Cat greifen bei unserem Trockenfutter ausschließlich auf die Einzeldeklaration zurück.

Trockenfutter Happy Cat Sensitive Grainfree Kaninchen

Betrachten wir einmal die Zusammensetzung unseres Grainfree Kaninchen, wird schnell klar, wie ausführlich wir die Zusammensetzung erläutern.

Kaninchenprotein* (25 %), Kartoffeln* (19 %), Kartoffelflocken (19 %), Grieben (Rind 12 %), Rinderfett (5,5 %), Leberhydrolisat, Sonnenblumenöl, Cellulose, Fleischmehl (Rind 1 %), Rübenmelasseschnitzel* (entzuckert), Rapsöl, Karotten* (0,5 %), Apfeltrester* (0,4 %), Natriumchlorid, Hefe*, Kaliumchlorid, Meeresalgen* (0,2 %), Leinsamen (0,2 %), Yucca Schidigera* (0,04 %), Chicoréewurzel* (0,04 %), Hefe* (extrahiert), Mariendistel, Artischocke, Löwenzahn, Ingwer, Birkenblätter, Brennnessel, Kamille, Koriander, Rosmarin, Salbei, Süßholzwurzel, Thymian (Trockenkräuter, gesamt: 0,18 %); (* getrocknet).

Rechnet man hier die Anteile der getrockneten tierischen Proteinquellen zusammen (25 % Kaninchenprotein + 12 % Rindergrieben + 1 % Fleischmehl vom Rind) erhält man einen Fleischanteil von 38 %. Auf den ersten Blick mag das für den einen oder anderen wenig erscheinen, aber würden wir das Kaninchen als frische Zutat verwenden, würden aus den 25 % sagenhafte 75 %.

Frische Zutaten wiegen nämlich durch das enthaltene Gewebswasser bis zu 2/3 mehr.

Was muss auf der Verpackung angegeben sein?

Damit der Verbraucher eine Möglichkeit hat Werbeaussagen zu prüfen, legt eine gesetzliche Regelung legt fest, dass die genauen Mengen aller speziellen Zutaten, mit denen der Hersteller auf der Verpackung seines Produktes wirbt, auch in der Zusammensetzung aufgeführt werden müssen. Dazu muss auch deren genaue Menge angegeben werden. Heißt ein Produkt bspw. „Geflügel und Lachs“, müssen diese beiden Komponenten – egal ob innerhalb einer Gruppendeklaration oder als einzelne Zutat bei einer Einzeldeklaration - mit einer Prozentangabe versehen sein. Werden zusätzliche Angaben gemacht, so erfolgen sie freiwillig zur besseren Aufklärung des Kunden.

Wir von Happy Cat geben unsere Zusammensetzung so genau wie möglich an. Das bedeutet wir geben nicht nur das an, wozu wir gesetzlich verpflichtet sind, sondern schlüsseln auch die weiteren Bestandteile auf. Damit möchten wir für Sie mehr Transparenz schaffen. Denn auf diese Weise wissen Sie genau, was in welchem Anteil in unserem Trockenfutter steckt.

Haben Sie Fragen zur Deklaration?

Zusammensetzung und Deklaration sind kein einfaches Thema. Haben Sie weiterführende Fragen zum Thema Fleisch, Fleischanteil, Zusammensetzung oder Deklaration? Lassen Sie sich nicht entmutigen, bleiben Sie kritisch und bohren Sie ruhig nach! Unser Service-Team steht Ihnen hier gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Möchten Sie Ihrer Katze etwas Gutes tun, füttern Sie ihr ein hochwertiges Katzenfutter mit hohem Fleischanteil. Behalten Sie dabei aber zwei Punkte im Hinterkopf. Erstens, benötigt ihre Samtpfote viel mehr als nur das reine Muskelfleisch. Wichtige Nährstoffe sind im ganzen Beutetier enthalten. Daher ist eine Fütterung mit reinem Muskelfleisch nicht bedarfsgerecht. Zweitens, seien Sie bei der Auswahl Ihres Futters kritisch. Achten Sie unbedingt auf die angegebene Zusammensetzung und deuten Sie diese kritisch. Angaben von frischen Fleischkomponenten treiben den Fleischanteil auf den ersten Blick nach oben. Jedoch landen diese frischen Zutaten letzten Endes auch nur in getrockneter Form im Futternapf, sodass hier eine Umrechnung stattfinden muss, wenn man zwei Rezepturen genauer vergleichen möchte. Da frische Zutaten zu etwa 2/3 ihres Gewichtes Gewebswasser enthalten, wiegen sie am Ende im fertigen Produkt nur noch 1/3 des Ausgangsgewichtes. Das bedeutet, dass von 30 % „frisch“ am Ende nur ca. 10 % „getrocknet“ als Futter im Napf liegen. Reines Fett zählt nicht zum Fleischanteil. Beachtet man diese Hinweise kann man die Angaben der Hersteller besser bewerten und kritisch hinterfragen.

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